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Donnerstag, 29. März 2012

Leserbrief  zum Bebauungsplan Nr. 16 von Edgar Kühlenthal in der Rhein-Zeitung vom 29.03.2012

Stadtentwicklung Rund um das Altlöhrtor wird der Verkehr neu geregelt. Zwischen Löhrstraße und dem neuen Einkaufszentrum am Zentralplatz werden Autos ausgesperrt, die Fußgängerzone wird verlängert. Das Parkhaus erhält eine neue Zufahrt. Das war jetzt Thema im Koblenzer Stadtrat.

„Der vorgesehene Zeitablauf birgt große Risiken“

BIZ-Ratsmitglied
Edgar Kühlenthal
Die Kosten für die Umsetzung dieses Bebauungsplanes erreichen mindestens einen Betrag in Millionenhöhe. Die umfangreiche und vor allem teure Gesamtmaßnahme besteht aus vielen Einzelprojekten für Fußgänger, den individuellen Pkw- sowie Lkw-Verkehr. Sie stehen in unmittelbarem Zusammenhang und in direkter Ab- hängigkeit mit dem Projekt Zent- ralplatz. Von der besten Lage in der Fußgängerzone der Löhrstraße wird ein „Laufband“ („Aderlass“ ist auch zutreffend) in das neue Center installiert.
Dies alles sind Aktionen auch zur besseren Erreichbarkeit und Förderung des neuen ECE-Einkaufscenters auf dem Zentralplatz. Die Kritik geht jedoch viel weiter. Denn das nun beschlossene und demnächst beginnende millionenschwere Vorhaben ist weder von seiner Ausgestaltung überzeugend noch von seiner Terminierung zwingend. Es basiert auf einer Planung ohne Alternativen. Das hat die Verhandlungsposition der Verhandlungspartner – wie man weiß – erheblich gestärkt. [...] Die Verkehrsplanung mit den extremen Belastungen in dem Bereich der kurz aufeinander folgenden Kreuzungen Viktoriastraße/Luisenstraße und Viktoriastraße/zukünftige Planstraße ist sehr problematisch. Der vorgesehene Zeitablauf birgt große Risiken und verteuert das ganze Unternehmen noch wesentlich durch den Bau von Provisorien. Der aufgebaute Zeitdruck ist willkürlich und nicht zwingend. [...] Vor allen aufgeführten einzelnen Punkten muss jedoch als bedeutendster Kritikpunkt hervorgehoben werden, dass der Beschluss zu dieser millionenschweren Investition angesichts des dramatisch hoch verschuldeten Stadthaushalts gefasst worden ist.
Mit uns werden viele Koblenzer Bürger der Auffassung sein, dass die Verhältnismäßigkeit der kommunalen Mittelverwendung in Koblenz nicht gegeben ist! In stundenlangen Beratungen wurden harte Kürzungen im Bereich Jugend und Soziales, Bildung und Kultur beschlossen. Die Proteste der Betroffenen dauern an.
Mit ihnen und mit uns sind viele Koblenzer Bürger der Meinung: Koblenz ist viel mehr als nur der Zentralplatz!

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