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Sonntag, 25. September 2011

Ein Eisblock auf dem Zentralplatz

Kulturbau bekommt „eisige Optik“

KOBLENZ. (uk) Vor kurzem wurde von der SPD bei einer Baustellenbegehung der Baufortschritt des Zentralplatzes bejubelt. Als besonderes Bonbon wird dabei der sog. „Eisblockeffekt“ der Gebäudehülle des Kulturbaus genannt, der durch eine zusätzliche Pigmentschicht erzielt werden soll.

Wir werden also einen Kulturbau mit optischem Eisblockeffekt bekommen, aber dafür wird das Stadtklima bullenheiß. Meterlange Betonschluchten sprechen bereits jetzt schon für wenig Aufenthaltsqualität und das „Trichterplätzchen“ mit minimalistischer Begrünung wird die erhitzten Gemüter ebenfalls kaum runterkühlen.

Die damals von der Bürgerinitiative Zentralplatz über 20.000 gesammelten Unterschriften gegen das Zentralplatz-Projekt prallten nahezu unbeeindruckt am Rat und dem ehemaligen Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann ab. Schulte-Wissermann argumentierte seinerzeit, dass es sich bei den 20.000 gesammelten Unterschriften lediglich um die Meinung einer Minderheit handele, die Mehrheit, die nicht unterschrieben habe, befürworte folglich das Projekt. Folgt man der Logik Schulte-Wissermanns, müssten somit auch die Bürger, die sich bisher nicht an der Unterschriftensammlung gegen den Abzug des OLG aus Koblenz beteiligt haben, für die Schließung des OLG Koblenz sein. Dies ist jedoch keinesfalls der Fall! Klar ist, dass sich ein solcher Rückschluss verbietet und die tatsächliche Situation durch eine solche Argumentation falsch dargestellt wird. 

Damals wurde am Bürgerwillen vorbei das Zentralplatzprojekt durchgedrückt, ohne wenn und aber. Dr. Eberhard Schulte-Wissermann befand sich zu dieser Zeit in einer ähnlichen Rolle wie Kurt Beck, da er als ehemaliger OB die Unterschriften der BI-Zentralplatz abwertete und Polemik unterstellte. Nun hat er die Rolle getauscht und sieht sich einem Landesfürsten gegenüber, der auch ohne wenn und aber das OLG aus Koblenz abziehen will. Die Gründe der Nachhaltigkeit sind in beiden Fällen fadenscheinig. Was wird den Koblenzer also zukünftig auf dem Zentralplatz erwarten? Zunächst einmal viel Beton und wenig Grün. Fassaden in „Eisblockoptik“ und gestanztem, grünen Blech in Blattform.

Zur Erinnerung: die zuvor geplante, echte Begrünung wurde vom Investor ersetzt durch grünes Blech. Für dieses grüne Blech fielen teils sehr alte Bäume wie z. B. die Traubeneiche.

Eine Platzfläche, die zur Viktoriastraße in „Trichterform“ daherkommt und die sich in Richtung Casinostraße/Ecke Clemensstraße in eine zugige Schlucht mit wenig Sonne verwandelt. Wer wird sich da gern aufhalten, im Schatten des Kulturbaus mit Eisblockfassade? Warm ums Herz wird es einem dabei nicht. Apropos warm: auch das Klima der Stadt wird sicherlich in negativer Weise beeinflusst werden. Allein die Zunahme des Verkehrs mit vermehrtem CO² Ausstoß wird die Luft zukünftig dicker machen. Ökologisch wie finanziell wird das Großprojekt Zentralplatz auch für nachfolgende Generationen seinen Preis haben. Ob Koblenz sein Waterloo mit dem Kulturbau erleben wird, bleibt abzuwarten. Man kann jetzt nur hoffen, dass der Bürgerwille wenigstens beim Thema OLG ernsthaft wahrge-nommen und diskutiert wird.
Dienstag, 20. September 2011

Wie gefährlich ist Koblenz?


BIZ-Fraktion äußert sich zur jüngst erschienen Daten des BKA im Magazin "Focus"

KOBLENZ. (uk) Für Gesprächsstoff sorgte die kürzlich veröffentliche Statistik im Focus, die auf bisher unveröffentlichten Daten des BKA basierte. Laut Studie rangiert Koblenz auf Platz 13 der 80 gefährlichsten Städte Deutschlands. Das dies hier in Koblenz Erstaunen hervorrief, ist kaum verwunderlich. Platz 13 von Gesamtdeutschland? Ein denkbar drastisches Ergebnis.

Insofern verwundert es kaum, dass die Stadt schnell reagierte, in dem sie erklärte, dass dieses Ergebnis auf all die Bagatelldelikte zurückzuführen sei, die hier in Koblenz generell zur Anzeige gebracht werden. Jede Schmiererei wird nämlich als Delikt registriert und dadurch erhöht sich natürlich die Drehzahl der Kriminalität in Koblenz.

Selbst wenn man dieses Argument getreu nach dem Motto „trau keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast“ in gewisser Weise gelten lassen muss, kann man jedoch nicht umhin festzustellen, dass es nicht nur um die Quantität der Delikte geht, sondern vor allem um deren Qualität. Letztere ist in einer sehr gewaltbereiten und wachsend brutaleren Dimension angekommen. Schlägereien sind dieser Tage längst nicht mehr beendet wenn das Opfer am Boden liegt, meist geht der „Spaß“ dann erst richtig los und der Täter ergeht sich mit Wollust am wehrlosen Opfer, gern genommen: mehrfache Tritte gegen den Kopf.

Von diesem Trend ist Koblenz sehr wohl betroffen und das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger ist dadurch empfindlich gestört. Auch Lärm und Radau, Saufgelage vor bestimmen Kneipen in Koblenz verbunden mit Vandalismus sind an der Tagesordnung. Deswegen hat die BIZ-Fraktion sich nicht nur gemeinsam mit der Initiative Sicherheit in unserer Stadt sondern auch selbst für mehr Sauberkeit und Sicherheit in Koblenz eingesetzt. Vorderstes Ziel der BIZ-Fraktion ist hier die Einrichtung eines zentral gelegenen Bürgerbüros nach dem Vorbild des Koblenzer Stadtteils Lützel, um einen direkten Ansprechpartner der Polizei vor Ort zu haben. Zudem hat die BIZ-Fraktion immer wieder angeregt, regelmäßig gemeinsame Streifen aus Polizei und Ordnungsamt einzusetzen.

Beseitigung von Angsträumen, so nennt man Örtlichkeiten die von Passanten auf Grund mangelnden Sicherheitsgefühls gemieden werden, ist ebenfalls ein Thema, dass die BIZ-Fraktion immer wieder aufs Neue beschäftigt. Insbesondere der stellv. BIZ-Fraktionsvorsitzende Stephan Wefelscheid steht mit dem Ordnungsamt wegen der Unterführung an der Pfaffendorfer Brücke in regem Kontakt, um eine Verbesserung der Optik zu erreichen. „Es kann nicht sein, dass in der Nähe des BUGA-Kerngebiets ein solcher Schandfleck existiert, der einem nur eines verleiht: ein mulmiges Gefühl“, so Wefelscheid.

Die BIZ-Fraktion schätzt deswegen im Gegensatz zur Stadt die Ergebnisse des Focus-Magazins etwas anders ein: es mag zwar sein, dass die Bagatelldelikte Koblenz im deutschlandweiten Durchschnitt schlechter dastehen lassen, aber aus mancher Bagatelle kann auch ein ernsthaftes Problem entstehen. Deshalb sollte man nicht nach Erklärungen suchen, warum es in Koblenz im Grunde gar nicht so schlimm ist, sondern vielmehr nach Lösungen suchen, dass sich die Lage nicht weiter verschärft sondern verbessert. Die Entwicklung eines vernünftigen Sicherheitskonzepts für unsere Stadt, der Blick über den Tellerrand in die Städte, deren Kriminalitätsstatistik gering ausfällt, sollte demnach eine der Hausaufgaben hier in Koblenz sein.
Montag, 19. September 2011

Munkeln geht nur im Dunkeln

BIZ-Fraktion erzielt Erfolg bei der Beseitigung von Angsträumen.

KOBLENZ. (uk) Halbjährlich tagt im Rathaus die Initiative Sicherheit, so auch am 13. April 2011. Mitglieder der Polizei und des Ordnungsamtes gaben im Rahmen der Veranstaltung Auskunft über die Kriminalitäts- und Sicherheitslage in Koblenz. Daneben wurde aus dem Präventionsbericht des Jahres 2010 und aus den einzelnen Projektgruppen der Initiative Sicherheit berichtet. Eine der Projektgruppen beschäftigt sich mit dem Thema „Angsträume“.

Vom Bürger unsicher empfundene Bereiche werden als solche bezeichnet. Furcht vor Kriminalität und den damit verbundenen Übergriffen veranlassen so manchen, bestimmte Örtlichkeiten zu umgehen und zu meiden. Die Projektgruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch unterschiedliche Maßnahmen Angsträume zu beseitigen. Meist werden Probleme durch bessere Beleuchtung in den Abendstunden gelöst. So wurden 2010 an vielen, angstbesetzten Stellen in der Stadt Straßenlaternen ergänzt oder bei starker Verschmutzung gereinigt. 

Im vergangenen Jahr hatte das Ratsmitglied der BIZ, Stephan Wefelscheid, dass Ordnungsamt auf einen weiteren Angstraum innerhalb der Stadt Koblenz aufmerksam gemacht und angeregt, diesen optisch aufzuwerten: die Unterführung an der Pfaffendorfer Brücke nahe der Rhein-Mosel-Halle. „Die dunkle, schlecht beleuchtete Unterführung verursacht ein mulmiges Gefühl, mal ganz abgesehen davon ist seit dem Wegfall der Begrünung bei Regenfällen der Boden der Unterführung mit Schlamm verdreckt. Kein schöner Anblick“, so Wefelscheid. 

Und es stimmt: lange ist es her, dass man dort grünen Bodendecker vorfand für den eigens eine Bewässerungsanlage installiert wurde. Nachdem man die Begrünung beseitigt hatte, blickte man nur noch auf einen sandig-staubigen Erdwall, der sich bei Regenwetter in eine Art unschöne, kleine „Schlammlawine“ verwandelte. Das Resultat war und ist ein ständig verdreckter Bodenbelag. 

Doch nun ist Abhilfe geschaffen worden: Markus Schmitt von der Geschäftsstelle für Kriminalprävention des Ordnungsamtes teilte auf Nachfrage der BIZ mit, dass man nun nach kostengünstigen Lösungswegen suchen werde, um im Bereich der Unterführung eine Verbesserung zu erzielen. Die Bewässerungsanlage ist mittlerweile demontiert worden und eine Optimierung der Beleuchtung sei ebenfalls angedacht. Dies alles soll noch in diesem Jahr geschehen. Und tatsächlich es hat sich etwas getan: um bei Regenfällen die intensive Verschmutzung des Bodens zu verhindern, hat man nun rundherum um den Erdwall einen Graben ausgehoben, so dass bei Regen der Schlamm aufgefangen wird und den Gehweg nicht mehr erreicht. 

„Ein schöner Erfolg“ so der BIZ-Fraktionsvize Stephan Wefelscheid. Es sei dabei vor allem zu begrüßen, dass man mit der Verwaltungsebene gut, unbürokratisch und schnell zusammengearbeitet hätte. Dank sei hier insbesondere Markus Schmitt vom Ordnungsamt auszusprechen, der mit seinem unermüdlichen Engagement die Arbeit vorangetrieben hat. Die gefundene Lösung sei zwar optisch nicht die Schönste, aber dennoch kostengünstig und zielführend.

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